Was kommt als erstes, wenn man Ändern will

Wenn sich erstmals eine Bereitschaft zur Änderung eingestellt hat, dann fragt sich was geändert werden soll. Wichtig ist sich nicht in Details zu verlieren. Wenn man vor dem Entscheid steht, einen neuen Beruf zu wählen, dann nimmt man nicht den erst Besten, oder denjenigen der am meisten Geld einbringt. Das wäre unüberlegt, oder kurzfristig Gedacht. Dann sotte man sich erst mal Gedanken machen, was man in seinen Leben den erreichen möchte - der Traum, den man erfüllen möchte.

Idealistisch? Ja. Sinnlos? Nein. Leitbilder bringen uns Orientierung im Alltag. Also was ist das Leitbild für die Schweiz 2030? Wo wollen wir in 20 Jahren sein? An was möchte die jetztige berufstätige Generation arbeiten? Welche übergeordnete Ziele wollen wir? Wenn man die Perspektive so weit aufschraubt, dann muss es schon Grundsätzlich, losgelöst von unserem täglichen Nöten und Sorgen sein, losgelöst von kurzfristigen Konkurrenzneid.

Diese Frage ist doch irgendwie sehr einfach zu Beantworten. Frieden, Gesundheit, genug und breite Auswahl an Nahrungsmitteln, Bildung, Sicherheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, freie Berufswahl, Recht auf Privatssphare, Recht auf Selbstbestimmung und Selbstentfaltung. Recht auf Ehe, Recht auf Niederlassung. Ein Recht, sich durch Arbeit Wohlstand erwerben zu können, ein Recht, in Bedürftigkeit wie Krankheit und Alter auf medizinische Versorgung und Arbeitsfreiheit.

Wenn es mir nun so schnell schnell gelingt, wichtige Grundrechte ohne Bücher zu konsultieren aufzulisten, kann das Problem nicht in der Nennung der Rechte liegen. Im Gegenteil, in der Ankündigungpolitik haben es die westlichen Industriestaaten zu einer unglaublichen, ja sarkastischen Professionalität gebracht - wenn man Ziele mit dem Erfüllungsgrad vergleicht.

Da kann der Hund nicht begraben sein. Also scheint es hier viel weniger ein Problem der Zielbestimmung zu sein, sondern vielmehr in der Umsetzung unseres politischen und gesellschaftlichen Systems. Also muss ich mir als nächstes die Frage stellen, weshalb wir heute so einen grossen Widerspruch zwischen Zielen und Realität pflegen und sich an diesem Zustand so niemand richtig stört.

Es scheint also nicht alleine um eine Vision zu gehen - sondern wie man ein System, unsere Demokratie, so ausrichtet, dass diese diese Ziele effizient verfolgen kann!

 

Print | geposted am Sonntag, 13. Dezember 2009 18:19

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