abwerfen von Ballast als Bedingung für eine Zukunft

Also die letzten Monate haben es ja schon in sich gehabt. Die Schweiz ist international unter Beschuss. Minarettinitiative, UBS, und so weiter. Da werden Deals mit Amerika hinter verschlossenen Türen vereinbart und nicht publiziert. Und es werden die Volksrechte verabsolutiert. Da wird mit Diplomatie gegen Lybien gekämpft und gehofft, wir können die Geiseln befreit - gut dass man es macht, aber da ist reine Machtpolitik am Werk, der wir nichts entgegenzusetzen wissen?

Sind wir jetzt ein populistischer ausländerfeinlicher Staat geworden? Wo ist der berühmte Schweizer Kompromiss? Ist die Absentz aus der EU jetzt doch ein Nachteil für uns geworden? Wie geht es weiter? Warten wir einfach auf die nächste Krise? Wo wollen wir hin? Was sind unsere dringensten Probleme? Wo erfüllen wir einfach Pfründe von Interessengruppen? Wo haben wir international einen Wettbewerbsvorteil, wo haben wir keine Chance, weil wir zu Schwach sind? Und und und.

Wir sollten zuerst mal unsere politische Gedanken mit einer Stahlbürste reinigen damit wir wieder über wesentliche Dinge reden können. Wir müssen uns unserer Kleinlichkeit bewusst werden - wir können nicht alles bis ins letzte Detail regulieren, unsere Energie ist beschränkt. Also geht es als erstes darum, wie wir das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden können

Wir müssen einfach mal Ballast abwerfen, damit wir uns auf das wesentliche konzentrieren können!
...
Marc

Print | geposted am Mittwoch, 9. Dezember 2009 18:55

Kommentare zu diesem Post

# AW: abwerfen von Ballast als Bedingung für eine Zukunft

Und wie das stimmt!
Unser Land wird heute im Ausland so angesehen wie wir Lichtenstein betrachten. Was der Fürst dort unternimmt interessiert uns kaum, das Ländle ist für uns ein kleiner Exot obwohl mit uns in Zoll und Münzunion verbunden. So habe ich den Eindruck sehen uns viele unserer Nachbarn und sind einzig daran interessiert ihr Steuersubstrat zurück zu holen und uns in dieser Frage unter Druck zu setzen.
Ich bin überzeugt, dass es eiun Fehler war dem EWR nicht beizutreten. Das war eine massgeschneiderte Lösung bei der ein gewisses Mitspracherecht bei den EU Richtlinien möglich gewesen wäre. Sollten wir nicht wie es der ehemalige Staatssekretär Franz Blankhart letzthin in der NZZ am Sonntag vorgeschlagen hat einen neuen Anlauf zum Beitritt in den EWR zu unternehmen. Norwegen lebt ja gut in diesem Pakt! Um Ängste abzubauen könnte eine 2. Abstimmungsmöglichkeit über eine Fortsetzung der EWR Mitgliedschaft nach 7 Jahren (analog Personenfreizügikeit) bei der Vorlage eingebaut werden.
Left by grappino on Dez 11, 2009 3:06
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